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Modul 3 von 6

Datenschutz und Privatsphäre bei KI-Nutzung

25 Min. Lesezeit

Was du in diesem Modul lernst

  • Nach diesem Modul kannst du erklären, welche Daten KI-Tools von jungen Nutzern sammeln
  • Nach diesem Modul kannst du 5 konkrete Datenschutz-Tipps für Kinder und Jugendliche formulieren
  • Nach diesem Modul kannst du die Altersfreigaben gängiger KI-Tools benennen und einordnen

Was KI-Tools über junge Nutzer wissen

Wenn Kinder und Jugendliche KI-Tools nutzen, geben sie Daten preis, oft ohne es zu merken.

Was gesammelt wird:

  • Texteingaben (Prompts, Fragen, persönliche Infos)
  • Nutzungsverhalten (wann, wie oft, wie lange)
  • Standortdaten (bei mobiler Nutzung)
  • Stimmdaten (bei Sprachassistenten)
  • Bilder und Videos (bei Uploads und Filtern)
  • Metadaten (Gerät, Browser, IP-Adresse)

Altersfreigaben:

  • ChatGPT: Ab 13 Jahren (mit Elternzustimmung), ab 18 ohne
  • Claude: Ab 18 Jahren (Terms of Service)
  • Snapchat My AI: Ab 13 Jahren
  • TikTok: Offiziell ab 13, faktisch jünger
  • Character.ai: Altersgrenze in den aktuellen Nutzungsbedingungen prüfen

Die Angaben ändern sich häufig. Prüfe immer die aktuellen Nutzungsbedingungen. In Deutschland gilt zusätzlich: Unter 16 Jahren braucht es für Datenverarbeitung die Einwilligung der Eltern. Kinder unter 16 sollten deshalb keine eigenen KI-Konten anlegen.

Das Problem: Viele Kinder nutzen diese Tools, obwohl sie das Mindestalter nicht erreicht haben. Viele Eltern wissen nicht, was ihre Kinder dort eingeben. Und einmal eingegebene Daten können für das Training neuer KI-Modelle verwendet werden.

5 Datenschutz-Regeln für junge KI-Nutzer

Diese Regeln kannst du direkt in deiner Gruppe besprechen:

1. Keine echten Namen eingeben

Nicht deinen Namen, nicht den deiner Freunde, nicht den deiner Lehrer. Verwende Fantasienamen oder Platzhalter.

2. Keine Fotos von dir hochladen

KI-Tools können Fotos speichern und für Training nutzen. Lade niemals Selfies oder Fotos von anderen hoch.

3. Keine Geheimnisse erzählen

Was du in einen Chatbot tippst, ist nicht privat. Stell dir vor, es steht an der Schul-Pinnwand.

4. Prüfe die Altersfreigabe

Viele KI-Tools sind erst ab 13 oder 16 Jahren erlaubt. Das hat Gründe, respektiere sie.

5. Frag nach, wenn du unsicher bist

Wenn du nicht weißt, ob du etwas eingeben darfst, frag einen Erwachsenen. Es gibt keine dummen Fragen.

Für dich als Fachkraft: Drucke diese 5 Regeln als Poster aus und häng sie im Gruppenraum auf.

Praxis-Aufgabe

Datenschutz-Poster erstellen

Erstelle mit KI ein altersgerechtes Poster mit den 5 Datenschutz-Regeln für KI-Nutzung. Prompt: 'Erstelle ein Poster mit 5 Datenschutz-Regeln für Kinder/Jugendliche, die KI-Tools nutzen. Einfache Sprache, kurze Sätze, zum Ausdrucken auf A3.'

Nur für dich. Wird nicht gespeichert und nicht bewertet.

Wissens-Check

0/3

1Welche Daten sammeln KI-Tools von Nutzern?

2Ab welchem Alter darf ChatGPT offiziell genutzt werden?

3Warum sollten Kinder keine echten Namen in KI-Chatbots eingeben?