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Verantwortung

Der L-AI-tfaden.

KI im Bildungsalltag: Was funktioniert, was nicht und worauf es wirklich ankommt.

Datenschutz

KI-Tools verarbeiten alles, was du eingibst. Deshalb ist wichtig, was du teilst und wo deine Daten landen.

Vermeiden

Echte Namen, Adressen, Fotos, Noten oder Förderpläne haben in öffentlichen KI-Tools nichts zu suchen.

Besser so

Arbeite mit fiktiven Beispielen: Namen ändern, Details verfremden, Platzhalter wie „Kind A“ nutzen.

Anonymisierung
Vermeiden

Schülerarbeiten, Konferenzprotokolle oder Beobachtungsbögen gehören nicht in externe Tools.

Besser so

Setze nur Tools ein, bei denen ein AVV vorliegt und klar ist, wo die Daten gespeichert werden.

AVV
Vermeiden

Wenn unklar ist, was mit deinen Eingaben passiert, lieber die Finger davon lassen.

Besser so

Gib nur ein, was du wirklich brauchst. Weniger Daten bedeutet weniger Risiko.

Datenminimierung

Pädagogische Verantwortung

KI kann dir Arbeit abnehmen, aber nicht das pädagogische Urteil. Am Ende entscheidest immer du.

Vermeiden

Lass KI nicht über Noten, Förderdiagnosen oder Zeugnisformulierungen entscheiden. Solche Texte sind Entwürfe, nicht das Endergebnis.

Besser so

Nutze KI als Unterstützung: Texte gegenlesen, an deine Situation anpassen und erst dann verwenden.

Vermeiden

Beziehung, Gespräch und persönliches Feedback lassen sich nicht durch KI ersetzen.

Besser so

Dein Fachwissen, das Konzept deiner Einrichtung und deine Erfahrung haben immer Vorrang.

Vermeiden

Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung oder in Krisensituationen ist immer menschliche Fachkompetenz gefragt.

Besser so

Informiere Eltern, wenn du Tools mit Datenverarbeitung nutzt, und hole Einwilligungen ein.

Einwilligungserklärung

Qualität und Fehler

KI klingt oft überzeugend, liegt aber auch mal daneben. Fakten prüfen gehört dazu.

Vermeiden

KI-Texte nicht einfach kopieren und weiterschicken. KI erfindet Fakten und formuliert manchmal unpassend.

Besser so

Wichtige Inhalte immer mit einer zweiten Quelle gegenchecken, besonders bei Fakten und Fachbegriffen.

Vermeiden

Aufpassen bei einseitigen Darstellungen oder stereotypen Beispielen. KI kann Vorurteile aus Trainingsdaten übernehmen.

Besser so

Kinder und Jugendliche einbeziehen: Gemeinsam KI-Ergebnisse hinterfragen. Das stärkt die Medienkompetenz.

Fairness und Transparenz

Offenheit schafft Vertrauen. Klare Regeln helfen mehr als Verbote.

Vermeiden

Sogenannte „KI-Detektoren“ für Schülerarbeiten liefern viele Fehlalarme und können bestimmte Gruppen benachteiligen.

Besser so

Stellt gemeinsam klare Regeln auf: Was ist erlaubt, was nicht, und wie wird KI-Nutzung kenntlich gemacht?

Vermeiden

KI komplett zu verbieten, ohne Regeln oder Alternativen anzubieten, führt meistens nur zu heimlicher Nutzung.

Besser so

Sprecht offen im Team darüber, wo und wie KI zum Einsatz kommt. Das baut Berührungsängste ab.

Tool-Auswahl

Nicht jedes Tool, das gut aussieht, ist auch gut für den Bildungsbereich. Ein kurzer Check spart später Ärger.

Vermeiden

Vorsicht bei Tools, die behaupten, die Stimmung oder das Verhalten von Kindern erkennen zu können.

Besser so

Halte dich an Tools, die von deiner Schule, deinem Träger oder deinem Bundesland empfohlen wurden.

Serverstandort
Vermeiden

Ein Tool nur zu installieren, weil es kostenlos oder gerade im Trend ist, reicht nicht.

Besser so

Verankert KI im Konzept eurer Einrichtung: Wer gibt Tools frei, wer ist Ansprechpartner?

Dieser Leitfaden ersetzt keine Rechtsberatung und keine Datenschutzschulung. Er hilft dir, die häufigsten Fehler im Umgang mit KI im pädagogischen Alltag zu vermeiden. Im Zweifel wende dich an deinen Datenschutzbeauftragten.

Häufige Fragen zum L-AI-tfaden