Der Sortier-Roboter
Wie eine KI aus Beispielen Regeln lernt · ab 5 Jahren · 15 Minuten
- Material
- Etwa 20 Gegenstände oder Bildkarten: Bauklötze, Stifte, Knöpfe, Spielfiguren, Blätter, Steine. Zwei Körbe oder zwei Tücher.
- Ziel
- Die Kinder erleben, dass ein Roboter eine Regel nur aus Beispielen erraten kann, und dass er falsch liegt, wenn die Beispiele nicht reichen.
So geht es
- Ein Kind ist der Roboter und geht kurz vor die Tür oder hält sich die Augen zu. Die anderen Kinder einigen sich auf eine geheime Regel, zum Beispiel: „Alles, was rot ist, kommt in den linken Korb.“
- Die Gruppe sortiert fünf Gegenstände nach der Regel in die beiden Körbe. Dann kommt der Roboter zurück.
- Der Roboter schaut sich die Körbe an und bekommt einen neuen Gegenstand. Er muss ihn in den richtigen Korb legen und sagen: „Ich glaube, die Regel ist …“ Die Gruppe sagt nur „richtig“ oder „falsch“ und sortiert den Gegenstand selbst ein, wenn es falsch war.
- Nach jedem Gegenstand darf der Roboter die Regel neu raten. Wie viele Beispiele braucht er, bis er die Regel sicher kennt?
- Zweite Runde mit einer schwierigeren Regel, zum Beispiel „alles, womit man schreiben kann“ oder „alles, was von draußen kommt“.
Zum Weitersprechen
- Was hat dem Roboter geholfen, die Regel zu finden?
- Was war, wenn nur ganz wenige Beispiele im Korb lagen?
- Hat der Roboter einmal etwas richtig einsortiert, aber die Regel trotzdem falsch erklärt? Das passiert einer KI auch.
Variante: Für die Kita: Die Fachkraft ist der Roboter und rät absichtlich mal falsch. Die Kinder korrigieren und freuen sich, dass sie klüger sind als der Roboter.
