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Modul 1 von 6

Was sind KI-Kompetenzen?

15 Min Lesezeit

Was du in diesem Modul lernst

  • Nach diesem Modul kannst du erklären, welche Fähigkeiten Kinder und Jugendliche im Umgang mit KI brauchen
  • Nach diesem Modul kannst du die drei Kompetenzbereiche Verstehen, Bewerten und Handeln benennen und voneinander abgrenzen
  • Nach diesem Modul kannst du KI-Kompetenzen in Medienbildung und digitale Mündigkeit einordnen

Drei Kompetenzbereiche für den Umgang mit KI

Kinder und Jugendliche brauchen im Umgang mit KI drei Arten von Fähigkeiten:

1. Verstehen: Wie funktioniert KI ungefähr? Was kann sie, was nicht? Kinder müssen kein Informatikstudium absolvieren, aber sie sollten wissen, dass KI aus Daten lernt, Muster erkennt und dabei Fehler machen kann.

2. Bewerten: Kann ich dieser Antwort trauen? Ist das fair? Kinder lernen, KI-Ergebnisse kritisch zu prüfen statt blind zu glauben. Sie erkennen Fehler, Einseitigkeiten und Vorurteile.

3. Handeln: Wie nutze ich KI verantwortungsvoll? Kinder lernen Regeln: keine privaten Daten eingeben, ehrlich sein bei Aufgaben, KI nicht für Verletzungen nutzen.

Diese drei Bereiche bilden zusammen das, was man 'KI-Kompetenz' oder 'AI Literacy' nennt. Sie gehören zur Medienbildung wie der kritische Umgang mit Internetquellen oder sozialen Netzwerken.

Bezüge zu Bildungszielen

KI-Kompetenzen sind kein isoliertes Thema. Sie verbinden sich mit bestehenden Bildungszielen:

Medienbildung: KI-generierte Inhalte erkennen und einordnen. Quellen prüfen. Digitale Werkzeuge reflektiert nutzen.

Informatische Bildung: Grundbegriffe wie Daten, Algorithmen, Muster verstehen. Nicht programmieren, sondern Konzepte begreifen.

Demokratiebildung: Wer bestimmt, was KI lernt? Wer profitiert, wer wird benachteiligt? Wie wollen wir als Gesellschaft mit KI umgehen?

Digitale Mündigkeit: Nicht nur Technik bedienen können, sondern verstehen, was sie tut, und selbst entscheiden, wann und wie man sie nutzt.

Du förderst also nicht 'noch ein Extra-Thema', sondern verbindest KI mit Zielen, die du ohnehin verfolgst.

KI-Kompetenzen nach Alter

Nicht jede Altersgruppe braucht dasselbe:

Kita (3-6 Jahre): Einfache Erfahrungen: 'Der Computer kann Muster erkennen.' Spielerische Zugänge. Staunen und Fragen erlaubt.

Grundschule (6-10 Jahre): Erste Erklärungen und Vergleiche. Einfache Sortier- und Regelspiele. Gemeinsam prüfen: 'Stimmt das wirklich?' Erste einfache Regeln.

Sekundarstufe I (10 bis 16 Jahre): Begriffe wie Bias, Halluzination, Trainingsdaten. Kritische Analyse von KI-Ergebnissen. Diskussionen über Fairness und Verantwortung. Eigene Regeln entwickeln.

Du wählst im Kurs, welche Altersgruppe du im Fokus hast. Die Prinzipien sind gleich, die Umsetzung wird angepasst.

0/3

1Welche drei Kompetenzbereiche bilden zusammen KI-Kompetenz?

2Warum sind KI-Kompetenzen kein 'Extra-Thema' im Unterricht?

3Welche KI-Kompetenz passt am besten zu einer Grundschulklasse?

Praxis-Aufgabe

Deine Lerngruppe und ihre Bedarfe

Beschreibe deine Lerngruppe: Alter, Schulform/Setting, Vorerfahrung mit KI und digitalen Medien. Notiere 3 Fähigkeiten, die deine Lernenden im Umgang mit KI unbedingt brauchen sollten. Ordne sie den drei Bereichen zu: Verstehen, Bewerten oder Handeln.

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