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Modul 2 von 6

Prompt-Bausteine für den Bildungsalltag

20 Min. Lesezeit

Was du in diesem Modul lernst

  • Nach diesem Modul kannst du die wichtigsten Prompt-Bausteine gezielt einsetzen
  • Nach diesem Modul kannst du wiederverwendbare Rollen- und Kontext-Bausteine entwickeln
  • Nach diesem Modul kannst du Output-Format und Stil bewusst steuern

Rollen: Wer soll die KI sein?

Die Rolle gibt der KI eine Perspektive. Statt allgemeines Wissen abzurufen, antwortet sie aus einer bestimmten Fachperspektive.

Beispiele für Rollen im Bildungsbereich:

"Du bist eine erfahrene Grundschullehrerin, die seit 15 Jahren Sachunterricht unterrichtet."

"Du bist eine Kita-Leitung, die einen Elternbrief für eine Einrichtung mit 60 Kindern schreibt."

"Du bist ein Fortbildungsreferent, der Lehrkräften KI-Tools erklärt."

"Du bist eine GBS-Fachkraft, die ein Ferienprogramm für 6-10-Jährige plant."

Warum Rollen wirken: Die KI passt Wortwahl, Detailtiefe und Perspektive an die Rolle an. Eine "erfahrene Lehrerin" schreibt anders als ein "Verwaltungsangestellter".

Tipp: Erstelle dir 2-3 Standardrollen, die du immer wieder verwendest. So musst du sie nicht jedes Mal neu formulieren.

Kontext: Die Ausgangssituation beschreiben

Kontext ist alles, was die KI wissen muss, um eine passende Antwort zu geben.

Guter Kontext enthält:

  • Wer: Deine Rolle, deine Einrichtung
  • Für wen: Zielgruppe (Alter, Eltern, Kollegium)
  • Was: Thema, Fach, Anlass
  • Rahmenbedingungen: Zeit, Material, Budget, Gruppengröße

Beispiel ohne Kontext:

"Erstelle einen Wochenplan."

Beispiel mit Kontext:

"Erstelle einen Wochenplan für eine Kita-Gruppe (4-5 Jahre). Thema: Frühling. Wir haben einen Garten und eine Werkecke. Pro Tag: ein geleitetes Angebot am Vormittag (45 Min.), Freispiel am Nachmittag. 2 Erzieher."

Der Unterschied ist enorm. Mit Kontext bekommst du einen Plan, der zu deiner Situation passt. Ohne Kontext bekommst du einen generischen Plan, den du komplett überarbeiten musst.

Format und Stil steuern

Output-Formate, die du angeben kannst:

  • "Als nummerierte Liste"
  • "Als Tabelle mit den Spalten: Tag, Angebot, Material, Dauer"
  • "Als Fließtext, maximal eine halbe Seite"
  • "Als Checkliste mit Checkboxen"
  • "Als Elternbrief im Briefformat"
  • "Als Stichpunkte, je maximal ein Satz"

Stil-Angaben:

  • "Freundlich und einladend" (für Elternbriefe)
  • "Sachlich und klar" (für Protokolle)
  • "Kindgerecht und einfach" (für Texte an Kinder)
  • "Professionell aber nicht steif" (für Kollegium)
  • "In leichter Sprache" (für mehrsprachige Eltern)

Längen-Angaben:

  • "Maximal 5 Sätze" / "Maximal eine halbe Seite"
  • "3-5 Vorschläge" / "10 Ideen"
  • "Kurz und prägnant" vs. "ausführlich mit Erklärungen"

Praxis-Aufgabe

Dein persönlicher Rollen-Prompt

Schreibe einen Rollen-Prompt, der zu deiner Funktion passt. Z. B.: 'Du bist eine erfahrene GBS-Fachkraft, die seit 8 Jahren im Ganztag arbeitet und ein Team von 5 Personen leitet.' Diesen Baustein kannst du in Zukunft immer wieder verwenden.

Nur für dich. Wird nicht gespeichert und nicht bewertet.

Praxis-Aufgabe

Zwei Kontext-Bausteine

Formuliere zwei Kontext-Beschreibungen, die du häufig brauchst. Z. B.: '3. Klasse, 22 Kinder, Thema Wasser, 45-Minuten-Stunde' oder 'Kita-Vorschulgruppe, 15 Kinder, Thema Gefühle, Morgenkreis'.

Nur für dich. Wird nicht gespeichert und nicht bewertet.

Wissens-Check

0/3

1Warum ist eine Rollen-Angabe im Prompt sinnvoll?

2Welche Kontext-Angabe fehlt in diesem Prompt: 'Erstelle 5 Aufgaben zum Thema Bauernhof'?

3Welche Stil-Angabe ist für einen Elternbrief am passendsten?