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Modul 1 von 6

Wo steht dein Team beim Thema KI?

20 Min. Lesezeit

Was du in diesem Modul lernst

  • Nach diesem Modul kannst du den aktuellen KI-Stand deines Teams realistisch einschätzen
  • Nach diesem Modul kannst du typische Ängste, Vorbehalte und Offenheiten im Team erkennen
  • Nach diesem Modul kannst du den Status quo mit einer strukturierten Methode erfassen

Warum eine Bestandsaufnahme der erste Schritt ist

Bevor du KI in deinem Team einführst, musst du wissen, wo ihr steht. Manche Kollegen nutzen KI bereits privat, andere haben noch nie davon gehört. Manche sind neugierig, andere skeptisch oder sogar verängstigt. All das ist normal.

Eine ehrliche Bestandsaufnahme hilft dir, die richtigen Schritte zu planen. Denn ein Team, das größtenteils neugierig ist, braucht andere Impulse als ein Team mit starken Vorbehalten. Der größte Fehler: Einfach loslegen, ohne zu wissen, wo die Menschen stehen.

Die vier Typen im Team

In den meisten Teams findest du diese vier Typen:

Die Neugierigen: Sie probieren gerne Neues aus, haben vielleicht schon ChatGPT getestet und freuen sich auf Veränderung. Sie können als Multiplikatoren wirken.

Die Abwartenden: Sie sind nicht dagegen, aber auch nicht aktiv dafür. Sie brauchen konkrete Beispiele und den Beweis, dass KI ihren Alltag wirklich erleichtert.

Die Skeptischen: Sie haben Bedenken, zum Beispiel zu Datenschutz, Qualität oder Arbeitsplatzsicherheit. Ihre Fragen sind berechtigt und verdienen ernsthafte Antworten.

Die Ablehnenden: Sie lehnen KI grundsätzlich ab, oft aus Angst oder schlechten Erfahrungen mit Technik. Hier hilft nur Geduld, kein Druck.

Wichtig: Niemand muss sich für seinen Standpunkt schämen. Jede Position ist ein guter Ausgangspunkt.

Mini-Umfrage für dein Team

Eine kurze Umfrage (5-10 Minuten) hilft dir, den Ist-Zustand zu erfassen. Hier sind Beispielfragen:

1. Hast du schon einmal ein KI-Tool ausprobiert? (Ja / Nein / Bin nicht sicher)

2. Wie würdest du deine Einstellung zu KI beschreiben? (Neugierig / Abwartend / Skeptisch / Ablehnend)

3. Was erhoffst du dir von KI für deinen Arbeitsalltag? (Freitext)

4. Was befürchtest du? (Freitext)

5. Welche Aufgaben kosten dich am meisten Zeit? (Freitext)

Diese Umfrage kannst du anonym durchführen, zum Beispiel auf Papier oder mit einem einfachen Online-Formular. Die Ergebnisse geben dir eine Landkarte deines Teams.

Typische Ängste ernst nehmen

Die häufigsten Ängste im Kollegium und wie du damit umgehen kannst:

"KI ersetzt meinen Arbeitsplatz."

KI ersetzt keine Pädagogen. Sie übernimmt Routineaufgaben, damit du mehr Zeit für das hast, was wirklich zählt: die Arbeit mit Kindern und Familien.

"Ich verstehe Technik nicht."

Du musst kein Technik-Profi sein. KI-Tools funktionieren über einfache Texteingabe. Wenn du eine E-Mail schreiben kannst, kannst du auch KI nutzen.

"Datenschutz ist mir wichtig."

Völlig richtig. Deshalb erarbeiten wir gemeinsam klare Regeln, was in KI-Tools eingegeben werden darf und was nicht.

"Das ist nur ein Hype, der wieder vorbeigeht."

Ob sich jede Entwicklung durchsetzt, weiß niemand sicher. Viele Menschen nutzen KI aber schon im Alltag. Es ist auch kein Grund zur Panik: Wir schauen gemeinsam, was sinnvoll ist und was nicht.

Bestandsaufnahme im Team

Vermeiden
  • Skeptiker lächerlich machen oder unter Druck setzen
  • So tun, als müsste jeder sofort begeistert sein
  • Die Umfrage überspringen und einfach loslegen
  • Ergebnisse verschweigen oder schönen
  • Nur die technikaffinen Kollegen einbeziehen
Besser so
  • Alle Meinungen gleichwertig behandeln
  • Anonyme Umfrage anbieten, damit sich alle trauen
  • Ängste ernst nehmen statt wegdiskutieren
  • Ergebnisse transparent mit dem Team teilen
  • Die Neugierigen als Verbündete gewinnen

Wissens-Check

0/3

1Warum ist eine Bestandsaufnahme der erste Schritt bei der KI-Einführung im Team?

2Eine Kollegin sagt: "Ich verstehe nichts von Technik." Wie reagierst du am besten?

3Welchen Vorteil hat eine anonyme Team-Umfrage?

Das Wichtigste auf einen Blick

Kernpunkte aus diesem Modul:

  • Bevor du KI einführst, erfasse den Ist-Zustand deines Teams.
  • In jedem Team gibt es Neugierige, Abwartende, Skeptische und Ablehnende.
  • Alle Positionen sind berechtigt und verdienen Respekt.
  • Eine anonyme Mini-Umfrage gibt dir eine Landkarte deines Teams.
  • Ängste ernst nehmen ist der Schlüssel zu Vertrauen und Akzeptanz.

Praxis-Aufgabe

Team-Einschätzung

Schätze dein Team ein: Wie viele Kollegen sind neugierig, abwartend, skeptisch oder ablehnend? Was sind die häufigsten Bedenken? Notiere deine Einschätzung.

Nur für dich. Wird nicht gespeichert und nicht bewertet.