Digitale Teilhabe
Digitale Teilhabe heißt, dass alle Kinder digitale Medien nutzen, verstehen und mitgestalten können. Dazu gehören Zugang, Kompetenzen und Begleitung.
Definition
Digitale Teilhabe meint mehr als ein Gerät und einen Internetanschluss. Ein Kind braucht auch das Wissen, digitale Angebote sicher zu nutzen, Informationen einzuordnen und eigene Beiträge zu gestalten. Fehlt eines davon, bleibt es von Bildung, Kommunikation und Beteiligung teilweise ausgeschlossen. Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes hält in seiner Allgemeinen Bemerkung Nr. 25 (2021) fest, dass die Vertragsstaaten allen Kindern gleichermaßen einen kindgerechten Zugang zum digitalen Umfeld sichern und digitale Ausgrenzung überwinden sollen. In Kita und Schule achtest du deshalb darauf, dass Angebote auch für Kinder ohne eigenes Gerät, mit Behinderung oder mit wenig Deutschkenntnissen funktionieren. Bei KI-Werkzeugen gehört dazu, dass Kinder verstehen, was das Werkzeug kann und wo es sich irrt.
Beispiel
Ein Beispiel aus einer Grundschule: Die Klasse soll zu Hause mit einer Lern-App üben. Die Lehrkraft fragt vorher ab, wer ein Gerät und Internet hat. Für zwei Kinder richtet sie feste Übungszeiten in der Schule ein. Die App liest Aufgaben auch vor, damit ein Kind mit Leseschwäche mitarbeiten kann. Im Elternbrief erklärt sie in einfacher Sprache, wie die App funktioniert und welche Daten sie speichert.
Verwandte Begriffe
Weiterführend
Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026