Projektbasiertes Lernen
Beim projektbasierten Lernen arbeiten Schüler über längere Zeit an einer echten Frage und stellen am Ende ein eigenes Ergebnis vor.
Definition
Im Mittelpunkt steht eine Frage oder ein Problem, das die Schüler beschäftigt. Daraus entsteht ein Vorhaben mit einem sichtbaren Ergebnis, zum Beispiel ein Modell, eine Ausstellung, ein Podcast oder ein Erklärvideo. Die Schüler planen die Schritte selbst, verteilen Aufgaben in der Gruppe, recherchieren und überarbeiten ihre Zwischenstände. Die Lehrkraft setzt den Rahmen, begleitet den Prozess und sorgt für Rückmeldungen. Digitale Medien helfen beim Recherchieren, Planen, Gestalten und Präsentieren. KI-Tools können Ideen für Teilfragen liefern oder schwierige Texte vereinfachen. Sie ersetzen aber nicht das eigene Erkunden, und ihre Antworten gleichen die Schüler mit anderen Quellen ab. Bewertet wird nicht nur das Produkt, sondern auch der Weg dorthin, etwa mit einem Lerntagebuch.
Beispiel
Eine vierte Klasse fragt sich, warum auf dem Schulhof so viel Müll liegt. Daraus wird ein Projekt über drei Wochen. Die Kinder zählen an mehreren Tagen den Müll, tragen die Zahlen in eine Tabelle ein und befragen andere Klassen. Die Lehrkraft fragt gemeinsam mit der Klasse einen KI-Chatbot, wie andere Schulen das Problem angehen. Die Vorschläge besprechen die Kinder mit dem Hausmeister. Am Ende stellen sie ihre Ergebnisse auf einem Plakat und in einem kurzen Podcast vor und schlagen der Schulleitung neue Mülleimer vor.
Verwandte Begriffe
Weiterführend
Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026