Synthetische Daten
Künstlich erzeugte Daten, die echte Daten in ihren Eigenschaften nachbilden, z. B. erfundene Texte, Bilder oder Tabellen.
Definition
Synthetische Daten entstehen mit Simulationen, Regeln oder KI-Modellen. Sie werden genutzt, wenn echte Daten fehlen, teuer sind oder aus Datenschutzgründen nicht verwendet werden dürfen, z. B. zum Testen von Software oder zum Training. Häufiges Missverständnis: Synthetisch heißt nicht automatisch anonym. Wurden die Daten aus echten Personendaten abgeleitet, können einzelne Personen unter Umständen wiedererkennbar bleiben. Ein zweites Risiko betrifft die Qualität: Werden Modelle immer wieder mit KI-erzeugten Daten trainiert, können sie schlechter werden, Fachleute sprechen von Modellkollaps. Synthetische Daten brauchen deshalb Kontrolle durch Menschen.
Beispiel
Ein Beispiel für die Fortbildung: Für eine Übung zur Dokumentation erstellt das Team mit einer KI zehn Beobachtungen zu fiktiven Kindern. Die Fachkräfte üben daran Formulierungen, ohne echte Kinderdaten zu verwenden. Wichtig ist, dass keine Details echter Kinder in die Vorgabe an die KI einfließen.
Verwandte Begriffe
Weiterführend
Zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2026