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Modul 4 von 6

Erste Schritte: KI-Workshops für das Kollegium

25 Min. Lesezeit

Was du in diesem Modul lernst

  • Nach diesem Modul kannst du einen KI-Workshop für dein Team planen und durchführen
  • Nach diesem Modul kannst du bewährte Formate und Übungen für den Einstieg einsetzen
  • Nach diesem Modul kannst du verschiedene Erfahrungslevel im Workshop berücksichtigen

Warum ein Workshop besser ist als eine Anweisung

Du kannst deinem Team eine E-Mail schicken: 'Ab jetzt nutzen wir KI.' Aber das wird nicht funktionieren. Menschen lernen am besten, wenn sie selbst ausprobieren, Fragen stellen und Erfolge erleben können.

Ein Workshop ist der beste Weg, um:

  • Berührungsängste abzubauen
  • Konkrete Erfolge zu erzeugen
  • Fragen in geschütztem Rahmen zu klären
  • Ein gemeinsames Verständnis aufzubauen

Der Workshop muss nicht perfekt sein. Er muss nur stattfinden.

Workshop-Format: 60 Minuten, die wirken

1. Einstieg und Erwartungen (10 Min.)

Kurze Begrüßung. Frage: Was erhofft ihr euch? Was befürchtet ihr? Sammle die Antworten sichtbar. Das zeigt, dass alle Perspektiven zählen.

2. Live-Demo: KI in Aktion (10 Min.)

Zeige 2-3 konkrete Beispiele aus eurem Alltag. Z. B. einen Elternbrief erstellen, ein Angebot planen, eine Differenzierung erstellen. Zeige auch einen Fehler der KI. Das baut Vertrauen auf.

3. Selbst ausprobieren (25 Min.)

Die Teilnehmer probieren selbst: Jeder formuliert einen Prompt zu einer eigenen Aufgabe. Biete Hilfestellung an, aber lass die Kollegen machen. Arbeitet in Tandems (ein Erfahrener mit einem Anfänger).

4. Ergebnisse teilen und reflektieren (10 Min.)

Wer möchte, teilt sein Ergebnis. Besprecht gemeinsam: Was hat funktioniert? Was nicht? Wo seht ihr den größten Nutzen?

5. Nächste Schritte (5 Min.)

Was nehmen wir mit? Wer probiert was aus? Wann treffen wir uns wieder?

Praktische Tipps für die Durchführung

Technik vorbereiten: Stelle sicher, dass alle Zugang zu einem KI-Tool haben. Ein geteilter Account oder ein Projektor mit Live-Demo reichen für den Anfang.

Prompt-Vorlagen bereithalten: Nicht jeder traut sich, spontan einen Prompt zu formulieren. Bereite 5-6 Beispiel-Prompts vor, die das Team anpassen kann.

Tandems bilden: Erfahrenere Kollegen helfen Anfängern. Das nimmt Druck und schafft ein positives Lernklima.

Erfolge sichtbar machen: Wenn jemand einen guten Prompt geschrieben hat, zeige das Ergebnis am Beamer. Nichts motiviert mehr als sichtbare Erfolge.

Kein Zwang: Wer nur zuschauen möchte, darf das. Manchmal reicht es, die anderen zu beobachten und beim nächsten Mal selbst zu starten.

Dokumentation: Halte die besten Prompts und Ergebnisse fest. Das wird die Basis für eure Prompt-Sammlung.

KI-Workshops gestalten

Vermeiden
  • Einen zweistündigen Frontalvortrag über KI-Theorie halten
  • Kollegen zum Mitmachen zwingen
  • Nur die technischen Aspekte erklären
  • Erwarten, dass nach einem Workshop alle Profis sind
  • Den Workshop ohne Praxisphase durchführen
Besser so
  • Praxisnah arbeiten: Aufgaben aus dem echten Alltag
  • Tandems bilden: Erfahrene helfen Anfängern
  • Fehler zeigen: Das baut Vertrauen auf
  • Erfolge sichtbar machen und feiern
  • Prompt-Vorlagen vorbereiten als Starthilfe

Wissens-Check

0/3

1Was ist das wichtigste Element eines KI-Workshops für das Kollegium?

2Warum solltest du im Workshop auch einen KI-Fehler zeigen?

3Was ist der Vorteil von Tandems im Workshop?

Das Wichtigste auf einen Blick

Kernpunkte aus diesem Modul:

  • Ein Workshop ist wirksamer als eine Anweisung per E-Mail.
  • 60 Minuten reichen: Einstieg, Demo, Praxis, Reflexion, nächste Schritte.
  • Arbeite praxisnah mit echten Aufgaben aus eurem Alltag.
  • Bilde Tandems und bereite Prompt-Vorlagen vor.
  • Zeige auch Fehler der KI. Ehrlichkeit schafft Vertrauen.
  • Niemand muss sofort Profi sein. Der Workshop ist ein Anfang.

Praxis-Aufgabe

Workshop-Plan skizzieren

Plane einen 60-Minuten-Workshop für dein Team. Welche 3 Praxisbeispiele zeigst du? Welche Prompt-Vorlagen bereitest du vor? Wie bildest du die Tandems?

Nur für dich. Wird nicht gespeichert und nicht bewertet.