Dokumentation (pädagogisch)
Pädagogische Dokumentation hält Beobachtungen, Lernwege und Entwicklungsschritte eines Kindes fest und ist Grundlage für Gespräche mit Eltern.
Definition
In Kita und Schule hältst du fest, was du bei einem Kind beobachtest. Dazu gehören Beobachtungsbögen, Portfolios, Lerngeschichten, Fotos und Notizen zu Gesprächen. Die Dokumentation ist Grundlage für Entwicklungsgespräche und für die Planung der nächsten Förderschritte. In Nordrhein-Westfalen schreibt das Kinderbildungsgesetz eine regelmäßige Entwicklungs- und Bildungsdokumentation vor. Sie setzt die schriftliche Zustimmung der Eltern voraus. Alles, was du über ein bestimmtes Kind festhältst, sind personenbezogene Daten. Angaben zur Gesundheit, etwa eine Diagnose, sind besonders geschützt. KI-Tools können beim Formulieren und Gliedern helfen. Ist ein Tool nicht von deiner Einrichtung freigegeben, gibst du dort keine Namen und keine Angaben ein, die auf das Kind schließen lassen. Die fachliche Einschätzung bleibt bei dir.
Beispiel
Eine Erzieherin notiert über mehrere Wochen, wie ein Kind beim Bauen mit anderen Kindern Absprachen trifft. Für das Entwicklungsgespräch möchte sie die Notizen zu einem lesbaren Text ordnen. Sie ersetzt den Namen durch „Kind A“, entfernt Angaben zur Familie und lässt ein KI-Tool eine Gliederung vorschlagen. Den Entwurf gleicht sie mit ihren eigenen Beobachtungen ab, ergänzt Fotos aus dem Portfolio und bespricht das Ergebnis mit den Eltern.
Verwandte Begriffe
Weiterführend
Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026