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Modul 3 von 6

Gute Prompts schreiben: So bekommst du bessere Ergebnisse

40 Min Lesezeit

Was du in diesem Modul lernst

  • Nach diesem Modul kannst du die 4 Bausteine eines guten Prompts (Rolle, Aufgabe, Kontext, Format) benennen und anwenden
  • Nach diesem Modul kannst du ein KI-Ergebnis durch gezieltes Nachprompting in mindestens 2 Runden verbessern
  • Nach diesem Modul kannst du 3 eigene Prompts für typische Aufgaben aus deinem Alltag schreiben

Warum der Prompt entscheidet

Die Qualität der KI-Antwort hängt stark von deiner Eingabe ab. Ein vager Prompt ergibt eine vage Antwort. Ein konkreter Prompt ergibt ein brauchbares Ergebnis. Das ist wie beim Kochen: Mit einem Rezept (guter Prompt) wird das Gericht besser als mit der Ansage 'Mach mal was Leckeres' (schlechter Prompt). Die gute Nachricht: Gute Prompts zu schreiben ist kein Talent, sondern eine Technik. Und die kannst du lernen.

Die 4 Bausteine eines guten Prompts

1. Rolle: Sag der KI, wer sie sein soll.

"Du bist eine erfahrene Grundschullehrerin mit 10 Jahren Berufserfahrung."

2. Aufgabe: Sag klar, was du brauchst.

"Erstelle einen Elternbrief zum Thema Klassenfahrt."

3. Kontext: Gib relevante Details.

"Klasse 3, Ziel: Bauernhof, 3 Tage, Budget 120 Euro pro Kind."

4. Format: Sag, wie das Ergebnis aussehen soll.

"Maximal eine DIN-A4-Seite, freundlicher Ton, mit Packliste als Stichpunkte."

Vorher und Nachher

Vermeiden
  • "Schreibe einen Elternbrief" (zu vage, keine Details)
  • "Mach mir ein Arbeitsblatt für Mathe" (Welche Klasse? Welches Thema?)
  • "Erstelle einen Förderplan" (Für wen? Welcher Bereich?)
Besser so
  • "Du bist Grundschullehrerin. Schreibe einen Elternbrief für Klasse 3 zum Thema Klassenfahrt auf einen Bauernhof. Ton: freundlich. Max. 1 Seite."
  • "Erstelle 10 Mathe-Aufgaben zum Thema Einmaleins für Klasse 2, aufgeteilt in 3 Schwierigkeitsstufen mit je 3-4 Aufgaben."
  • "Formuliere 3 Förderziele für ein 4-jähriges Kind im Bereich Sprachentwicklung. Nutze die SMART-Methode."

Iteratives Prompten: Schritt für Schritt besser

Du musst nicht beim ersten Versuch den perfekten Prompt schreiben. Arbeite in Runden:

Runde 1: Stelle deine Grundfrage.

"Schreibe einen Elternbrief zum Ausflug in den Zoo."

Runde 2: Verfeinere das Ergebnis.

"Mach den Brief kürzer und füge eine Packliste hinzu."

Runde 3: Passe den Ton an.

"Der Brief soll herzlicher klingen und die Kinder direkt ansprechen."

Dieses Hin-und-Her ist normal und gewünscht. Du musst nicht alles in einen Prompt packen. Behandle die KI wie einen Kollegen, dem du Feedback gibst.

Tipp

Profi-Tipp: Meta-Prompts

Wenn du mit deinem Prompt nicht zufrieden bist, lass die KI ihn verbessern: "Überarbeite meinen Prompt so, dass er klarere Ergebnisse liefert. Erkläre mir kurz, was du verändert hast." Das funktioniert erstaunlich gut und hilft dir, bessere Prompts zu schreiben.

Wissens-Check

0/6

1Welcher Prompt liefert wahrscheinlich das bessere Ergebnis?

2Was bedeutet iteratives Prompten?

3Welcher der 4 Prompt-Bausteine fehlt hier: 'Schreibe einen Elternbrief zum Ausflug. Max. eine Seite, freundlicher Ton.'

4Was ist ein Meta-Prompt?

5Warum ist es sinnvoll, in mehreren Runden mit der KI zu arbeiten statt alles in einen Prompt zu packen?

6Welcher Prompt-Baustein bestimmt, WIE das Ergebnis aussehen soll?

Prompt-Beispiel: Kita

Schwacher Prompt: "Schreibe einen Wochenplan."

Starker Prompt: "Du bist Erzieherin in einer Kita für 3- bis 6-Jährige. Erstelle einen Wochenplan zum Thema Frühling. Pro Tag: eine Hauptaktivität (max. 30 Min), eine kreative Vertiefung und eine Bewegungseinheit. Am Freitag gibt es ein kleines Abschlussfest. Format: Tabelle mit den Spalten Tag, Aktivität, Material."

Der Unterschied: Der starke Prompt enthält alle 4 Bausteine. Das Ergebnis ist sofort nutzbar statt vage und generisch.

Prompt-Beispiel: Sekundarstufe

Schwacher Prompt: "Erstelle Aufgaben für Mathe."

Starker Prompt: "Du bist Mathematiklehrerin für Klasse 7. Erstelle 8 Übungsaufgaben zum Thema Prozentrechnung. 3 Aufgaben für das Basisniveau (einfache Prozentwerte berechnen), 3 für das Standardniveau (Textaufgaben aus dem Alltag) und 2 Knobelaufgaben für schnelle Rechner. Erstelle dazu ein Lösungsblatt."

Mit Rolle, Aufgabe, Kontext und Format bekommt die KI genug Informationen, um ein brauchbares Ergebnis zu liefern.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die 4 Bausteine: Rolle, Aufgabe, Kontext, Format. Je mehr du angibst, desto besser das Ergebnis.

Iteratives Prompten: Arbeite in Runden. Erst der Grundentwurf, dann Feedback, dann die finale Version.

Meta-Prompts: Lass die KI deinen Prompt verbessern, wenn du nicht zufrieden bist.

Faustregel: Behandle die KI wie einen neuen Kollegen. Je klarer dein Briefing, desto besser das Ergebnis.

Praxis-Aufgabe

Einen Prompt mit allen 4 Bausteinen schreiben

Öffne ein KI-Tool und schreibe einen Prompt für eine echte Aufgabe aus deinem Alltag. Nutze alle 4 Bausteine (Rolle, Aufgabe, Kontext, Format). Notiere deinen Prompt und bewerte das Ergebnis: Was war gut? Was hast du angepasst?

Nur für dich. Wird nicht gespeichert und nicht bewertet.

Praxis-Aufgabe

Prompt-Qualitätscheck

Prüfe deinen Prompt mit dieser Checkliste: