Basismodelle (Foundation Models)
Große KI-Modelle, die mit sehr breiten Daten vortrainiert wurden und als Grundlage für viele verschiedene Anwendungen dienen.
Definition
Ein Basismodell lernt im Vortraining aus sehr großen und vielfältigen Datenmengen. Danach lässt es sich für viele Aufgaben nutzen oder weiter anpassen, z. B. als Chat-Assistent, Übersetzer oder Bildbeschreiber. Die Modellfamilien hinter bekannten Assistenten wie GPT, Claude oder Gemini gehören dazu. Die EU-KI-Verordnung spricht von „KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck“. Ihre Anbieter haben seit dem 2. August 2025 u. a. Dokumentationspflichten. Für Modelle, die schon vorher auf dem Markt waren, gilt eine Frist bis zum 2. August 2027. Verwechslungsgefahr: Mit „Base Model“ meinen Entwickler oft nur das rohe, vortrainierte Modell, das noch nicht auf Anweisungen trainiert ist. Das Chat-Werkzeug, das du nutzt, ist meist ein Produkt, das auf einem solchen Modell aufbaut und eigene Regeln und Filter ergänzt.
Beispiel
Ein Beispiel: Ein Anbieter von Schulsoftware baut einen Feedback-Assistenten für Aufsätze. Er entwickelt dafür kein eigenes Modell, sondern nutzt das Basismodell eines großen Anbieters und ergänzt eigene Anweisungen. Für die Datenschutzprüfung der Schule ist deshalb wichtig, welches Basismodell dahintersteckt und wo es betrieben wird.
Verwandte Begriffe
Weiterführend
Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2026